Lehrveranstaltung

Beschreibung der Lehrveranstaltung

Das Seminar schließt an das Blockseminar im vergangenen Sommer an, das sich mit den Schichten der Gestaltung historischer Orte und deren Sichtbarmachung am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen auseinandersetzte. Es dient der Vertiefung und der thematischen Erweiterung, ist aber auch für neue Teilnehmer/innen offen. Das Problem der Überformung historischer Areale und Baulichkeiten in den Nachkriegsjahrzehnten und Versuche jüngerer Zeit, den Ort selbst „zum Sprechen zu bringen“, sollen am Beispiel von drei Berliner Erinnerungsorten diskutiert werden. Dies ist vor allem die „Topographie des Terrors“ auf dem ehemaligen Gestapo-Gelände mit Neubau des Dokumentationshauses und Neugestaltung des Geländes; darüber hinaus die Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit ihrer Nachkriegsgestaltung des Hinrichtungshofes und einer derzeit neu konzipierten Dauerausstellung; als drittes dann die Mauer-Gedenkstätte Bernauer Straße oder das Dokumentationszentrum „Repression in der SED-Diktatur“ im Hochhauskomplex der ehemaligen Stasi-Zentrale Normannenstraße, kürzlich denkmalsgerecht restauriert, mit einem Kunst-am-Bau-Projekt bedacht und ebenfalls mit einer neuen Dauerausstellung in Planung.