Projekt

Beschreibung des Projekts

Die 1909 gegründete Rütlischule war in den 20 Jahren die berühmteste Reform (volks) schule in Berlin. Viele Lehrer führten fachübergreifende Projekte durch, die ähnlichen Modellen heute durchaus ebenbürtig sind. Die Schule war bemüht, einen engen Kontakt zu der Arbeiter-Elternschaft herzustellen und sie in ihre Erziehungsarbeit, z. B. bei Klassenfahrten einzubeziehen.
Was weniger bekannt ist: die Schule war auch ein Zentrum schulpolitischer Auseinandersetzungen während der Weltwirtschafts(….), wobei auch die Politik der SPD angegriffen wurde.
Aus der Schülerschaft der Rütlischule gingen antifaschistische Widerstandskämpfer hervor.

Um die noch weitgehend unbekannte Schulgeschichte bekanntzumachen und von den fortschrittlichen Seiten der Schulreform und vom Schulkampf zu lernen, geben die Lehrer und einige Ehemalige der Rütlischule eine Schulchronik heraus.
Nach Abspreche mit der Schule plant die vor kurzem an der Arbeitsstelle eingerichtete Projektgruppe, eine Ausstellung zur Geschichte der Schule aufzubauen. Diese soll nach ihrer Eröffnung anläßlich des offiziellen Festakts am 12. 10. 1984 auch im Neuköllner Heimatmuseum gezeigt werden und dort evtl. In Teilen in die neuzugestaltende Schulabteilung des Museums übernommen werden. Hieraus könnte sich ein Anschlußprojekt ergeben.

Die Gestaltung der Ausstellung knüpft an Konzeptionen und Erfahrungen der AG Pädagogisches Museum an. (Ausstellungen: “Hilfe Schule”und “Heil Hitler, Herr Lehrer”)
Die bestehende Projektgruppe kann noch erweitert werden.
(noch nicht im Vorlesungsverzeichnis der HdK angekündigt)