Lehrveranstaltung

Beschreibung der Lehrveranstaltung

In Kunstzeitschriften und Katalogen werden seit rund zehn Jahren Texte gedruckt, die Gespräch und Interviews zwischen Kunstkritikerinnen/-kritikern und Künstlerinnen/Künstlern beinhalten. Der Anteil dieser Textgattung nimmt in den kunstorientierten Publikationen quantitativ zu, bis hin zu ganzen Büchern, die dieser spezifischen Auseinandersetzung um Kunst gewidmet sind.

Hinzu kommt eine nicht mehr zu überschauende Menge von filmisch dokumentierten Interviews. Die Interviewten haben sich nicht mehr an Goethes Aufforderung: „Bilde Künstler, rede nicht!“ gehalten.

Weshalb werden die Interviews so wichtig? Treten die Gespräche anstelle anderer Textgattungen?

Welche Vorstellung von Kunst, vom künstlerischen Ich, von künstlerischer Produktion werden vorgestellt?

Wie wird die Auseinandersetzung durch die Gesprächsdynamik, -technik bestimmt? Welche Rolle spielen sie im Kontext des Kunstmarkts und der Kunstrezeption? Wie könnte eine sinnvolle Vorbereitung auf ein solches Gespräch möglich sein? Diese und andere Fragen gilt es auch unter den Aspekten der Feldforschung, der Psychologie des Gesprächs und der Textkritik zu untersuchen.