Lehrveranstaltung
Faszination Minderheiten? Vorstellung von Beispielen, Besuch von Ausstellungen
Diese Lehrveranstaltung enthält zentrale Informationen für die Forschung.
Semester/Jahr
WiSe 00/01
Zuständige Lehrende
Wolfgang Knapp
Kurstypen
Theorie-Praxis-Seminar
Projekt
Praxisort
-
Kooperationspartner
-
Beschreibung der Lehrveranstaltung
- Minderheiten sind zur festen Grösse im Kulturbetrieb geworden. Auf der Suche nach dem ultimativen Kick, dem dernier cri und dem Interesse nach fürsorglicher Anteilnahme, professioneller Unterstützung, kann alles zum Thema werden, was Neugier erweckt, Aufsehen erregt, Faszination erzeugt, Voyeurismus begünstigt.
Was hat dazu geführt? Welche massenpsychologischen Strömungen begünstigen das Phänomen? Was macht die Neugier und Faszination der Arbeit mit diesen Gruppen aus? Wie werden die künstlerischen Arbeitsergebnisse präsentiert? (z.B. Kann/soll man therapeutische Prozesse ausstellungsorientiert aufbereiten?)
Worin liegt das öffentliche Interesse an Ausstellungen zu Behinderung, Gefängnis, Obdachlosigkeit, Flucht? Werden die Gruppen je nach lnteressenlagen erfunden oder erfinden sich die Minderheiten selbst? Welche produktiven Chancen stecken in den Erfindungen, den Präsentationen im Fernsehen/im Netz, in Ausstellungen, in Katalogen? Sind Minderheiten zum Bestandteil eines Ethnomarketings in der eigenen Kultur geworden? Wie löst eine Minderheit eine andere im öffentlichen Interesse ab? - Neben der Vorstellung und Diskussion dokumentierter Beispiele wird eine zweite kunstpraktische Ebene in diesem Seminar zum Thema: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nach Absprache die Möglichkeit, mit ihren künstlerischen Mitteln ein eigenes Projekt zu entwickeln (bevorzugt im Bereich Fotografie, Dia-Serien, Video).
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